Pippali Treppenkur für mehr Kraft im Frühling

Kapha ist unser Stabilitätsprinzip. Es ist verantwortlich für Kraft, Ausdauer, Jugendlichkeit, Geduld, Liebe und Fürsorge. Um diese Eigenschaften in uns zu fördern ist es wichtig unser Kapha zu stärken und das machen wir am besten im Frühling. Die Lunge ist eines der wichtigsten Kapha Organe, deshalb leiden die meisten Menschen nach einer Lungenerkrankung wie etwa einer Bronchitis oder einer Lungenentzündung vor allem an Schwäche und Erschöpfung. Besonders in den letzten zwei Wintern hatten viele mit immer wiederkehrenden Infekten zu kämpfen, umso wichtiger ist es jetzt im Frühling, in der Kapha-Zeit, unser Stabilitätsprinzip wieder aufzupäppeln, zum Beispiel mit Pippali.

Pippali Pflanze vor der Reife ©Julia Karinkada


Pippali, der lange Pfeffer (Piper longum), regt das Verdauungsfeuer an, reinigt den Körper von Schlackenstoffen (Ama), balanciert vor allem Kapha und Vata, unterstützt das Immunsystem und die Fettverbrennung, ist gedächtnisstärkend und kann auch bei Allergien und rheumatischen Erkrankungen hilfreich sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Pippali einzunehmen, eine Art ist die Treppenkur. Auch von der Treppenkur gibt es unterschiedliche Versionen von Dauer und Dosis, hier eine milde Variante, die 15 Tage dauert:

Pippali Treppenkur mit Milch ©Ayurveda Days

1. Tag: 1 Messerspitze Pippali + 1/8 l Milch + 1/8 l Wasser kochen bis etwa 1/8 l Flüssigkeit übrigbleibt, abseihen und trinken. Am besten morgens, in der Kapha-Zeit.

2. – 5. Tag: Die Pippali Dosis wird jeden Tag um eine Messerspitze erhöht, der Rest bleibt gleich (d.h. 5. Tag = 5 Messerspitzen)

6. – 10. Tag: 5 Messerspitzen Pippali + Rest wie gehabt

11. – 15. Tag: jeden Tag wird die Pippalimenge wieder um eine Messerspitze reduziert bis am 15. Tag die Ausgangsmenge erreicht ist.  

Als vegane Alternative kann statt der Kuhmilch Kokos- oder Mandelmilch verwendet werden. Oft wird die Treppenkur mit mehreren Gramm Pippali angegeben, wer dies machen möchte sollte sich vorher kompetent beraten lassen und gegebenenfalls ärztlich abklären, ob Kontraindikationen vorliegen. 

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